Carlo-Schmid-Schulen und das Projekt „Unser Europa – von der Vision zur Wirklichkeit“

Die Stiftung Schwarz-Rot-Bunt fördert durch konkrete Projekte die Demokratie und Akzeptanz für ein buntes Miteinander in der Gesellschaft. Sie steht für einen verständnisvollen Austausch aller Kulturen in Deutschland.

Jährlich vergibt die Stiftung Fördermittel im Rahmen themenbezogener Ausschreibungen. Im Rahmen dieser Ausschreibungen werden konkrete, innovative Projekte gefördert. Die über 300 Einrichtungen des IB erhalten somit die Möglichkeit Projekte durchzuführen, die über ihre alltägliche Projektarbeit hinausweisen. Damit werden zahlreiche Teilnehmende und die 14.000 Mitarbeitenden des Internationalen Bundes erreicht.

Mit der aktuellen Projektausschreibung zum Thema „Europa mitgestalten – Wie denken junge Menschen IHR Europa?“  fördert die Stiftung Schwarz-Rot-Bunt  die Auseinandersetzung mit Europa und der Perspektive dieses Konstrukts bei Kindern und Jugendlichen. Denn oft haben sich junge Menschen nicht ausreichend mit der europäischen Idee beschäftigt. Die Kenntnisse über den europäischen Einigungsprozess sind häufig gering, was nationalistische Kräfte für die Verunglimpfung des europäischen Gedankens nutzen. Die Entstehung und Bedeutung des Konstrukts Europa wird wenig reflektiert; die Alltagsrelevanz der Zugehörigkeit zu Europa und die damit verbundenen Vorzüge für den Einzelnen werden selten bewusst gemacht.  Mittels der geförderten Projekte im Rahmen dieser Ausschreibung sollen die jungen Menschen IHRE Vorstellungen und Erwartungen an Europa entwickeln und darstellen.

Eins von den vier geförderten Projekten wurde an den vier Standorten (Karlsruhe, Pforzheim, Mannheim, Freiburg)  der Carlo-Schmid-Schulen durchgeführt.

Die Carlo-Schmid-Schulen haben die Förderung der Stiftung Schwarz-Rot-Bunt genutzt, um das Projekt „Unser Europa – von der Vision zur Wirklichkeit“ ins Leben zu rufen. Ziel des Projektes war es, für ein Miteinander trotz Unterschieden zu sensibilisieren und motivieren und damit die Klärung der eigenen (europäischen) Identität zu fördern. Zudem konnten die teilnehmenden Schüler*innen durch das Projekt  erleben, wie politische Mitwirkung ermöglicht, Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

In einem Projektzeitraum von gut zwei Wochen im Mai 2019 wurde zunächst in verschiedenen Fächern ein theoretischer Hintergrund zu Europa vermittelt. Auf der Grundlage des erworbenen Wissens und in der Auseinandersetzung miteinander konnten die Schüler*innen ihre eigene Haltung zu Europa reflektieren und Wünsche für eine europäische Zukunft ableiten. Im zweiten Schritt erfolgte eine praktische Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und ihrer politischen Realisierbarkeit, zum einen durch Aktionskunst, zum anderen durch die Teilnahme an der Juniorwahl zur Europawahl.

Am Standort Karlsruhe haben die teilnehmenden Schüler*innen eine Europaflagge erstellt, an der sie kleine Fähnchen mit eigenen Wünschen an und Gedanken zu Europa angehängt haben. Der Besuch von Nicole Büttner-Thiel, der Europaparlamentskandidatin der FDP diente der Vorbereitung auf die in der Schule stattfindende Junior-Europawahl. Mittels des Gesprächs konnten die Schüler*innen in direkten Austausch mit einer politischen Vertreterin treten.

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