Menschenrechte und Lebenswege

Jugendliche auf Spurensuche in der Geschichte russlanddeutscher Familien in Tomsk und Stuttgart

Insgesamt 30 junge Menschen des Russisch-Deutschen Haus in Tomsk und der Beruflichen Gymnasien des IB in Stuttgart erarbeiteten in einem Projekt exemplarisch die Lebenswege von russisch-deutschen Familien.

Sie zeichneten die Menschenrechtsverletzungen an ihnen in der Geschichte bis heute nach. Während der Projektphase standen Begegnungen der Jugendlichen in Tomsk und Stuttgart auf dem Programm. Sie lebten jeweils für eine Woche bei einer Gastfamilie und arbeiteten gemeinsam am Projekt.

Auch in ihren jeweiligen Heimatländern setzten sie ihre Arbeit fort. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Menschenrechten am Beispiel von Minderheiten. In einer „Lebenswegekarte“ dokumentieten die Jugendlichen die geografischen und historischen Aspekte ihrer Migrationsgeschichte.

Es entstand dabei eine Ausstellung, die die Geschichten russland-deutscher Familien aufarbeitet. Ein Menschenrechtskalender wurde veröffentlicht, in dem die Teilnehmenden einzelnen Menschenrechten ein Gesicht geben.

Das beispielshafte Projekt diente daneben der Förderung der interkulturellen Kompetenzen der Jugendlichen; durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Menschenrechte und somit Gleichberechtigung, Demokratie und gegenseitiger Akzeptanz erweiterten sie ihre Erfahrungen mit der Vielfältigkeit deutscher Identitäten. Seit Oktober 2011 ist die Ausstellung in den Beruflichen Schulen des IB in Stuttgart zu sehen.

Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ hat Kalender und Ausstellung als eines von vier Projekten mit einem Preis ausgezeichnet.

Ansprechpartnerin:
Michaela Götten,
Tel: 0711 / 6454-409,
E-Mail: Michaela.Goetten@internationaler-bund.de

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